Am Montag der vergangenen Woche war mit Hanh Nguyen-Schwanke eine außergewöhnlich erfolgreiche Verlegerin bei uns zu Gast.
Sie hat mit ihrem 2014 gegründeten HORAMI Verlag 2024 den Deutschen Verlagspreis gewonnen und mit dem Buch "Wünsche" dann kürzlich auch noch den Deutschen Jugendliteraturpreis in ihren Verlag geholt.
Sie selbst ist in Hanoi in Vietnam geboren und hat uns davon erzählt, wie es ist, mit zwölf Jahren nach Deutschland zu kommen und in Berlin in Zeiten internationaler Verlagskartelle schließlich einen unabhängigen Verlag zu gründen, den sie übrigens durch ihre ebenfalls sehr erfolgreiche zweite Gründung, ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen, bei Bedarf gegenfinanziert. Ihr erklärtes Ziel bei dieser Verlagsgründung war es dabei, Brücken zu bauen zwischen asiatischen und europäischen Lebenswelten.
Wie sich in dem sehr offenen und tiefgehenden Interview mit unseren ausnahmslos sehr gut vorbereiteten Leistungskursen Deutsch aus dem 11. Jahrgang und der Klasse 7b herausstellte, hat sie als Grenzgängerin zwischen beiden Kulturen einen sehr genauen Blick auf Trennendes und Gemeinsames und setzt mit ihrer eindrucksvollen Persönlichkeit in Zeiten grassierenden Fremdenhasses besonders auf die Kraft junger Menschen, um eine bessere Zukunft zu erschaffen.
Abschließend ließ sie unsere Schüler mithilfe der von ihr produzierten Storycubes Verleger spielen, das Publikum sollte entscheiden, welcher der beiden Geschichten sie den Vorzug geben würden.
Dabei traten Matti Schmit-Ott und Clemens Petersen (Jg. 11) gemeinsam mit einer spontan ersonnenen Geschichte gegen Karl Otto Kleihues und Jonas Goertz (7b) an, deren Assoziationskarft und Einfallsreichtumem kaum Grenzen zu kennen schien.
Am Ende entschied sich das Publikum daher nach großem Applaus salomonisch für beide Teams.
Wir danken Hanh Nguyen-Schwanke für diesen kenntnisreichen und inspirierenden Einblick in die Arbeit einer Verlegerin.
Dr. Susanne Mecklenburg (Fachbereich Deutsch)





